„La Stampa“, die größte italienische Zeitung veröffentlichte am 08.10.2005 einen Artikel über Günter Euringer mit folgender Schlagzeile:
«I compagni mi sfottevano, ero furioso
sorridevo al fotografo e pensavo parolacce»
«Er ist Schokoladenhasser und hat sich bei
den Fotoaufnahmen schmutzige Worte gedacht».
Daraufhin verfasste Herr Euringer eine Stellungnahme um die fälschliche Aussage zu korrigieren:
Meine Stellungnahme zum Thema „Schokoladenhasser“
Mit Bestürzung habe ich der italienischen Presse entnommen, dass ich Schokoladenhasser sein soll und schlimme Gedanken hatte, während der Aufnahme zu dem Foto, dass über Jahrzehnte in Italien auf der Kinderschokolade zu sehen war.
Diese Darstellung entspricht nicht der Wahrheit.
Die Geschichte mit den Wörtern ist nur eine kleine, entzückende Anekdote, die ich so nebenbei in meinem Buch erwähnt habe. Man muss sich dazu einen 10jährigen Jungen vorstellen, der stundenlang bei einem Fotografen sitzt. Aus seiner Anstrengung heraus kommen ihm irgendwelche Worte in den Sinn. Diese Worte würden bei ihnen heute höchstens ein kleines Schmunzeln hervorrufen.
Das Bild auf der Schokoladentafel, das nun in Italien zum Kult erklärt wurde, entstand ohnehin an einem anderen Aufnahmetag, ohne „schlimme“ Worte.
Was mein Verhältnis zu Schokolade und Süßigkeiten betrifft habe ich nur geäußert, dass diese für meine Familie und mich keine so große Rolle spielen. Ich persönlich esse gerne Schokolade, nur nicht übermäßig viel. Ich denke, dafür kann mir niemand böse sein.
Ich bin nun über 30 Jahre Ihr Gesicht auf der Kinderschokolade gewesen. Dadurch fühle ich mich sehr geehrt. Auch, weil ich so viele liebevolle Kommentare bekommen habe, in denen mir versichert wurde, in Italien hätte man gerne mein Kindergesicht zurück auf der Tafel. Das ehrt mich wirklich sehr.
Ich habe eine wundervolle Familie. Ich liebe meinen Beruf und ich kann auf eine schöne Zukunft hoffen. Mein Buch habe ich geschrieben, um mir und meiner Familie eine Geschichte zu bewahren. Eine Geschichte, die erzählenswert ist. In keinem Fall aber soll diese Geschichte in etwas Gegenteiliges, Unwahres verkehrt werden.
„München ist nicht die südlichste Stadt Deutschlands, sondern die nördlichste Italiens“! Dieser Spruch ist hier bei uns üblich. Vielleicht etwas übertrieben. Trotzdem kann ich mir damit erklären, warum es mich Zeit meines Lebens nach Italien gezogen hat und ich dieses Land so liebe.Viele Grüße nach Italien,
Günter Euringer
Vielen Dank an Adriano, dem italienischen Autor des Bloges http://www.bambinokinder.splinder.com/, für die Veröffentlichung der Stellungnahme.
Ebenfalls geht ein Dank an die italienische Tante von Matthias Korth für die Übersetzung.
Auch ich möchte mich nochmals bei Herrn Euringer für das Buch mit Widmung bedanken.
2. Dezember 2005 um 1:59 pm Uhr
[…] Weg mit Kevin! Auch in Italien kämpft man für den Erhalt des dort beliebten Kinderschokoladen-Gesichtes von Günter Euringer auf den Verpackungen: «Il bambino del cioccolato» [via glück auf! und Jessman.com] […]
9. Dezember 2005 um 9:08 am Uhr
…what the hell??
Wie kann man nur wegen so was so einen Aufstand machen?
Kann mir bitte mal Jemand erklären, was der ganze scheiss soll???
Ihr müsst ja alle VIEL Zeit haben…
9. Dezember 2005 um 10:21 am Uhr
Also, mal ganz ehrlich:
Solange mir nicht Lothar Matthäus oder Dieter Bohlen von der Schachtel entgegen feixen, ist mir das eigentlich ausgesprochen schnuppe…
Trotzdem interessante Aktion!
9. Dezember 2005 um 10:26 am Uhr
@Cube:
Wenn mich was ärgert oder stört, dann tu ich in meinem Rahmen was dagegen - egal, ob das eine Kleinigkeit oder was Großes ist.
Du disqualifizierst dich selbst, wenn du einen Protest als “sch..” bezeichnest, nur, weil du ihn nicht nachvollziehen kannst. Und Zeit scheinst du auch mehr als genug zu haben, wenn du hier postest…
“Die ärgste Krankheit, von der ein Mensch befallen werden kann, ist die Gleichgültigkeit.” - Ernst Ferstl
9. Dezember 2005 um 1:15 pm Uhr
Die Schokolade ist Kult, drum muss das Cover erhalten bleiben, finde ich.
9. Dezember 2005 um 1:33 pm Uhr
Die Tafel ist kult und soll so bleiben.
Was soll immer dieser sch… von wegen Modernisierung, wenn etwas gut läuft!?!?!
Hat das schon wirklich jemanden geholfen?
Dem Designer der neuen Aufmachung bestimmt, weil er eine Menge Kohle bekommen haben wird von Ferrero…
9. Dezember 2005 um 4:17 pm Uhr
Was juckt mich der Westkram? (Man entschuldige den stark familiär geprägten Ausdruck…)
Tut mir ja leid wenn aufgrund von Modernisierungen im Produnktionsablauf der Geschmack mancher Sachen mitgeändert wurde.
Aber wenn die Ostschokolade und das ganze andere Futter, das für meine Schwesterchen und teils auch mich dasjenige unserer Kindheit war, wenigstens noch so schmecken würde, oder es die meisten Sachen überhaupt noch GÄBE, wär ich schon zufrieden. Dann wär mir fast egal, wer da drauf jetzt grinst… Aber von Protest DAgegen hab ich ehrlich gesagt noch nichts gehört.
Das is echt nich so ganz mein Ding, um mich von meinen eigentlichen Sorgen abzulenken… da fällt mir kaum was ungeeigneteres ein, sorry Leute. Aber meine Güte, wenn euch was dran liegt…
9. Dezember 2005 um 9:21 pm Uhr
hallo josie,
… ist wirklich bescheuert, dass soviel ostprodukte deiner
kindheit verschwunden sind oder jetzt anders schmecken.
keine ahnung, wie das passieren konnte.
… zur zeit sind aber wirklich einige leute enttäuscht/sauer darüber, dass eine (wenn auch nur klitzekleine) assoziation an ihre kindheit visuell vergewaltigt wird. und das in dieser eh’ schon beschissenen zeit, die immer schneller, trendiger, bunter und was weiß ich noch wird.
günter !!!! sofort zurück auf die packung!!!!
b.
9. Dezember 2005 um 9:35 pm Uhr
SOOO dringend ist das aber auch wieder nicht.
Ist ja auch nur eine Ferrero-seitig geschickte pseudokluge Guerilla-Marketing-Aktion.. find ich ein wenig albern.
Und kauf gleich morgen mal wieder eine Tafel Kinderschokolade.
10. Dezember 2005 um 12:10 am Uhr
ich will günter wieder !!!!
alle mädls aus meiner klasse meinen günter war viel cooler aber der kevin tut denen doch auch irgendwie leid….
der rest (jungs) meint nur der kleine hosenscheisser soll gehen schlieslich ist günter unser held !!!!
mfg
alex
10. Dezember 2005 um 3:14 pm Uhr
Ehrlich… ich fand’s schon schlimm genug, als sie Günter damals die Frisur modernisiert haben! Aber das… nein, das ist eindeutlig zu viel des Guten.
11. Dezember 2005 um 4:40 am Uhr
Ich mag auch ein Buch mit Widmung…. Wo kriegt man das her?
Irgend etwas sagt mir, dass die weg-mit-Kevin-Aktion etwas bringen wird…
13. Dezember 2005 um 2:14 am Uhr
Lustig finde ich die Leute, die schreiben:
“Habt ihr nichts besseres zu tun?!” oder “Ihr müsst ja Zeit haben!”
Und ihr? Ihr lieben Leute die ihr das schreibt? Ihr habt euch doch auch die Zeit genommen
1. das zu lesen
2. zu schreiben, dass das Schreiben hier Zeitverschwendung wäre…
Soll man daraus auf euren Charakter oder IQ schließen? ;o)
15. Dezember 2005 um 4:55 pm Uhr
Ich persönlich kaufe mir keine Kinderschokolade, aber es ist meiner Meinung nach eine Unverschämtheit, ein so bekanntes und geliebtes Markenzeichen (Günter) einfach so zu ersetzen. Die Firma Ferrero schadet damit nur sich selbst. In einer Welt, in der alles immer nur schriller und bunter wird, ist eine bodenständige und ruhige Verpackung wie die alte Kinderschokolade eine wahre Augenweide. Ich bin gegen die “Modernisierung um jeden Preis”-Mentalität, die heutzutage wie ein Virus unter den Unternehmen wütet. Wer seinen Wiederwillen gegen solche Praktiken deutlich zeigen möchte, sollte ALLE Produkte solcher Firmen in den Regalen liegen lassen. Ich weiß, es fällt schwer. Auch ich muß jedesmal mit mir kämpfen, wenn ich im Supermarkt am Regal mit den Ü-Eiern vorbeikomme.
25. Dezember 2005 um 3:26 am Uhr
Ich bin auch dafür, dass der Günter zurück auf die Packung kommt.
Dieser “Kevin” ist wirklich schrecklich…
Günter for president!!!!
28. Dezember 2005 um 9:51 pm Uhr
“Aktion ist scheisse…” ich kann allen anderen nur zustimmen die diese Leute welche sagen die aktion sei scheisse, kritisieren. Ich persöhnlich habe nie Kinderschokolade gegessen, aber denke es gibt in unserer Welt Dinge die müssen bleiben wie sie sind. Und unter anderem ist das Günterauf der Kinderschokolade. Ich meine es ist doch wohl ein wahrer Kulturbruch. Das ist ja so als ob man in Deutschland das Bier nicht mehr nach dem Reinheitsgebot brauen würde. Und Jetzt an alle Bierliebhaber und trinker, die diese Aktion Kritisieren: Würdet ihr Bier trinken das nicht nach dem Reinheitsgebot gebraut ist? NEIN!!! und seht ihr, so geht es allen Kinderschokoladeessern. Die essen auch nur die Kinderschokolade mit dem Güntergesicht drauf.
6. Januar 2006 um 10:09 pm Uhr
Tja, ein Freund von mir hat sich direkt aus Protest ne Milka gekauft… So Scheiße Günter auch aussah - man hat ihn doch lieb gewonnen. Und weil der Mensch ein Gewohnheitstier ist, will man sich nur ungern an Neues gewöhnen. *schmunzel*. Soll wohl so sein…
12. März 2006 um 11:16 am Uhr
naja der vergleich mit dem reinheitsgebot ist eher schief als eben. der geschmack der kinderschokolade ist ja gleich geblieben. ich denke es ist eher zu vergleichen mit einem beck’s ettiket! ich würde mir garantiert kein beck’s mehr kaufen, wenn das ettiket auf einmal orange wäre und mit Comic Sans “Beck’s” drauf stehen würde - nein danke!
ich habe die petition auch unterschrieben. finde ich richtig, dass es sowas gibt. allerdings kann ich die meinung der leute nachvollziehen, die mit dieser aktion nichts anfangen können! die haben wahrscheinlich nie in ihrem leben bewusst gern kinderschokolade gegessen (ich dagegen habe das exzessiv betrieben!).
also applaus an die leute, die dashier machen! hoffentlich es bewirkt auch etwas!!
gruß
:Sascha
30. März 2006 um 1:20 am Uhr
Ihr seid alle de oh oh äf !!!!!! Wir lieben Gunther, denn der macht uns munter!
18. April 2006 um 2:23 pm Uhr
Hallo!
Ich will hier nicht lang rumlamentieren.Möchte nur sagen,daß ich die Aktion voll klasse finde.Die meisten Leute sind nämlich leider zu faul,für überhaupt irgend etwas einzutreten(aber sich nachher über die Gesamtsituation beschweren).
3. Juni 2007 um 2:08 pm Uhr
Schönen guten Tag zusammen,
meiner Meinung nach war es höchste Zeit, dass Ferrero sich von der alten Aufmachung seiner Kinderschokoladeverpackung verabschiedet. Das Foto Günter Euringers erinnert nur zu stark an wohlbekannte Plakate der jüngeren deutschen Vergangenheit, auf denen kulturdeutsche Werte verherrlicht wurden. In unserer Zeit der Diversität und Toleranz ist es unmöglich, ein derartiges Foto als Merkmal eines Produktes, das für ein breites Publikum bestimmt ist, zu verwenden. Gerade weil der Markenname nicht in alle Sprachen übersetzt wird, läuft Kinderschokolade Gefahr, bei Personen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, unschöne Erinnerungen wachzurufen. Die Kombination der Markenfarben schwarz, rot und weiss, zusammen mit der prangenden deutschen Überschrift und dem ach so heimatverliebten Bild des blonden blauäugigen Burschen stellen wohl kein Produktbild dar, dass Ferrero weiter aufrecht erhalten sollte. Wenn auch wieder einmal zu spät, so haben die Italiener doch erkannt, wie wichtig es ist, sich endgültig von diesen Werten zu distanzieren.